Odyssee nach Salta

Puuuuh, das war anstrengend, nach Salta zu kommen. Natürlich mit dem Bus. Also beginnt das Spiel, wie jedes mal: Strecke raussuchen und Tickets kaufen, doch da es keine Direktverbindung zwischen Asunción und Salta gibt, muss ich den Umweg über Resistencia machen. Und da ich ein wenig sparen will, kaufe ich die Tickets in Argentinien nicht online, sondern bar, mit dem Geld zum Schwwarzmarktkurs. Also heißt es hoffen, dass die Tickets für den bequemen Bus mit Liegesitzen nicht vergriffen sind, wenn ich in Resistencia ankomme, denn in Asunción hat die Busfirma keine Niederlassung.
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Tja und dann passierte, was passieren musste. Natürlich gab es keine Tickets mehr und auch keinen weiteren Bus nach Salta. Dafür aber einen nach Tucumán, weiter nördlich und einen weiteren von dort nach Salta. Da alles besser schien, als die nach in Resistencia zu verbringen, entschied ich mich für diesen Weg und da ich im Bus noch einen Leidensgenossen getroffen hatte, den das gleiche Schicksal ereilte, bekamen wir zusammen noch etwas Rabatt. Somit habe ich den gleichen Preis bezahlt, wie bei einer direkten Buchung im Internet, habe dafür schlechte Plätze und mehrere hundert Kilometerumweg sowie 10 Stunden längere Fahrzeit bekommen.
Aber jetzt habe ich es geschafft! Ich bin in Salta angekommen und habe gleich mal die Bildergalerien, sowie die Daten und Fakten aktualisiert. 🙂

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Und ich habe gleich für meine Weiterfahrt in Richtung Bolivien vorgesorgt, so dass ich hoffentlich bald meine erste Zugfaahrt seit fast 4 Monaten beginnen kann 🙂

Fleisch, Fleisch, Fleisch

Egal, ob Argentinien, Uruguay oder Paraguay überall liegt der Geruch von Holz oder Holzkohle in der Luft. Überall stehen die Grills an den Straßen und wehen Rauchschwaden aus den Schornsteinen. Und überall gibt es natürlich Fleisch. Geggrillte Wurst, Steaks, Milanesas oder mit Fleisch gefüllte Empanadas, ich habe glaube ich noch nie so viel Fleisch gegessen wie hier. Es kostet nicht viel, ist von guter Qualität und hervorragend zubereitet. Für Vegetarier ist Südamerika wirklich nicht das Wahre, man findet zwar das ein oder andere fleischlose Gericht, doch die Auswahl ist mehr als dürftig.
Und trotz des ganzen Fleischkonsums habe ich es irgendwie geschafft meine Abnehmziele schon fast zu erreichen. Bikinifigur, ich komme! 🙂

3 Tage in Asunción

Diesmal muss ich wohl doch mit dem Bus über die Brücke, denn wie ich am Hafen erfahre, ist die Fährverbindung unterbrochen. Also ab zur Grenzekontrolle an der Brücke, Stempelabholen und rein in den Bus nach Paraguay. Zum Glück ist es früh am mprgen und ich muss auf argentinische Seite nur 5 Minuten warten.
Auf der anderen Seite dann das gleiche Spiel: Alle raus aus dem Bus und zur Grenzkontrolle. Dann wieder rein in…. Moment der Bus ist weg!Tja, wer zu lang gebraucht hat, der darf auf den nächsten Bus warten 🙂
Und der nächste Bus lässt niemanden mehr einsteigen. Aber mit dem übernächsten Bus schaffe ich es dann bis zum Busterminal von Encarnación. Da ich ja schon Tickets habe, kann ich mir das belebte Treiben in Ruhe anschauen und die ersten warmen Sonnenstrahlen des Tages genießen.
Dann nichts wie rein in den Bus und los gehts. Die Busse in Paraguay sind vielleicht nicht so luxoriös wie in Brasilien oder Argentinien, dafür fahren sie bis zu 115 km/h, zumindest laut meinem Smartphone, das bisher sehr verlässlich war.

In Asuncion angekommen mache ich mich natürlich gleich wieder auf die Suche nach einer Unterkunft und fanach… ..falle ich einfach nur noch erschöpft ins Bett. Ohne Essen, ohne Sightseeing, ich bin einfach platt.

Zum Glück habe ich ja noch ein wenig mehr Zeit die Stadt, die gar nicht so groß ist, zu erkunden. Dafür erlebe ich den 15.August, Nationalfeiertag zur Grüdnung Asuncións, vor Ort und kann mir gleich die dazugehörigen Festivitäten und Demonstrationen anschauen.
Dann heißt es schon wieder Abschied nehmen aus Paraguay, ein Land von dem ich so gar keine Vorstellung hatte, das mir aber durch seine belebten Straßen, gemischten Viertel, schönen Dörfer auf dem Land und seine wundervolle Atmosphäre einfach sehr gut gefallen hat.

Jeztzt heißt es aber wieder: Uhr eine Stunde vorstellen und zurück nach Argentinien!

Posadas und Encarnación

Posadas ist ein hübsches Städtchen mit einem schönem Stadtzentrum an der Grenze zu Paraguay. Auf der anderen Seite des Grenzflusses liegt Encarnación, die sehr ungleiche Schwesterstadt. Beide Städte sind mit einer kilometerlangen Brücke verbunden und dem Stau auf der Straße nach zu urteilen scheint der Grenzverkehr zu florieren.
Während das argentinische Posadas schon seit Jahren ein etablierter Touristenort ist, stelle ich bei meinem Auslug nach Encarnación fest, dass dort gerade die Aufbruchsstimmung begonnen hat. Überfall wird gebaut und gebastelt, alle Straßen werden aufgerissen und neue Häuser entstehen an jeder Ecke.
Zum Glück gibt es außer der Brücke noch ein kleines Boot um den Fluss zu überqueren, so erspare ich mir stundenlanges warten im Stau und habe die Grenze in wenigen Minuten hinter mir gelassen.
Ich nutze die Zeit in Enarnacion gleich um Tickets für die Fahrt nach Asunción, die Hauptstadt Paraguays, zu kaufen. Morgen um die Mittagszeit geht’s los!

 

Die Website ist jetzt auch komplett auf dem neuesten Stand. 🙂