Die Ruinen von Hampi

Eigentlich ist das moderne Hampi nur ein kleines Dorf. Morgens halten die Nachtbusse am Basar und spucken die Touristen aus allen Teilen Südindiens aus und abends fahren einige wieder ab. Daher gibt es außer ein paar Restaurants, Shops und Hostels nicht wirklich viel Neues in Hampi. Dafür aber Altes! Der Ort lebt von den antiken Hindu Tempeln und den Palästen, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen und in einer fast surrealen Landschaft stehen.
Vieles wurde zerstört oder ist verschwunden, doch einiges kann noch entdeckt und nachvollzogen werden, auch wenn von den großen Palästen meist nicht mehr als das Fundament erhalten geblieben ist. Vieles müsste wohl noch gesichert und vor weiterer Zerstörung geschützt werden, doch in Hampi scheint die Zeit still zu stehen.

So kann man durch die einerseits karge und felsige, anderseits grüne und bepflanzte Landschaft ziehen, sich die Sonne auf den Kopf scheinen lassen und unzählige Tempel, Reliefs und Paläste bestaunen. Dabei wirkt die Kombination der Bauten mit der Landschaft wirklich atemberaubend. Kein Wunder, dass heute wieder über 40 neue Bilder in der Galerie gelandet sind.

Zu Gast bei den Hippies in Goa

3 Stunden vor Abfahrt des Zuges aus Mumbai kam die erlösende SMS von der indischen Eisenbahn. Mein Ticket ist doch noch vom Status „Waitlisted“ auf „Confirmed“ gesprungen und ich konnte ohne große Scherereien mit dem Zug nach Goa fahren. Auf dem Weg ergaben sich natürlich wieder einige Gespräche mit den anderen Reisenden. Unter anderem einem Inder aus Goa und einem Engländer aus Liverpool, der auch auf dem Weg an die Strände Goas war.

Vom Bahnhof Pernem ging es dann an die Küste nach Arambol. Der Ort quillt praktisch über vor Hippies und russischen Touristen. Dementsprechend sind die meisten Schilder auch in russischer Ausführung vorhanden und an jeder Ecke gibt es Gras und die dazugehörigen Raucherutensilien zu kaufen. Generell hat sich der Ort sehr stark an die Touristen angepasst und alle Bedürfnisse, von der Sonnencreme bis zum Flugticket, können befriedigt werden. Es kommt mir hier ein wenig vor, wie in Jericoacoara in Brasilien nur mit etwas mehr Müll.
Ich schaue mich also noch ein wenig in Arambol um und werde den Ort anschließend als Sprungbrett in Richtung der Ruinenstadt Hampi nutzen, bevor es weiter durch Südindien geht. Die nächsten Tage werden wohl etwas stressig, denn es gibt noch viel zu sehen und mein Visum läuft bald ab. Somit werde ich wohl einen kleinen Endspurt einlegen, damit ich noch 2-3 Tage am Strand faulenzen kann, bevor ich Indien verlassen muss.

Das bedeutet auch, dass ich die Website jetzt auf den neuesten Stand gebracht habe und sie die nächsten 3-4 Tage vermutlich nicht wirklich pflegen kann.

Auf Erkundungstour durch Mumbai

Nach einer nächtlichen Ankunft und dazu chaotischen Taxifahrt in Mumbai war erstmal der erste Stadtspaziergang angesagt. Kreuz und quer durch Mumbai Fort ging es zum Gate of India, zur Universität, Town Hall und so weiter und so weiter. Trotz der mächtigen Dunstglocke über der Stadt gab es vor allem britische Architektur zu bewundern, wenn man denn durch den dichten Stadtverkehr dringt.
Mumbai als Handelsmetropole Indien wirkt dabei auch ziemlich sauber und aufgeräumt. Ich habe gehört, dies sei dem Slum Dharavi und seinen Bewohnern zu verdanken.
Zum Abend begab ich mich an den Marine Drive, um mir den Sonnenuntergang über dem Meer anzuschauen, während sich die Skyline Mumbais langsam verdunkelt. Doch der dichte Dunst über der Stadt und dem Meer machte mir dabei einen Strich durch die Rechnung. Schon bevor die Sonne hinter dem Ozean eintauchte, war sie durch die dicke Luft nicht mehr zu erkennen und der Himmel war einfach nur grau.

Am nächsten Tag ging es dann nach Dharavi, den größten Slum Asiens. Mitten in Mumbai gelegen bildet das Viertel eine Stadt in der Stadt. Es hat sogar ein eigenes Industriegebiet, in dem ein Großteil der Abfälle Mumbais recyclelt wird. Vom Plastikbecher bis hin zu Alumium, das vor Ort in Barren geschmolzen wird. Dharavi ist auch der Ort, an dem mir trotz der vielen dort herrschenden Probleme, die bisher freundlichsten und aufgeschlossensten Menschen in Indien begegnet sind. Die Kinder lachen und winken und selbst die Älteren schienen sich über den Besuch zu freuen. Vielleicht lag es auch daran, dass der Tourveranstalter mit 80% seiner Einnahmen nach Steuern eine eigene NGO vor Ort unterstützt (http://realitytoursandtravel.com/).

Morgen geht es dann gegen Abend mit der Bahn hoffentlich weiter in RIchtung Süden. Ich stehe mit meinem Ticket mal wieder auf der Warteliste.
Bis dahin werde ich weiter mit der Kamera bewaffnet durch die Stadt ziehen. Zwischen lärmenden Autos, eifrigen Verkäufern und gestressten Geschäftsleuten, quer durchs hektische Mumbai!

Kolkata

Schon auf der Fahrt vom Bahnhof zur Unterkunft wurden mir die Gegensätze Kolkatas vor Augen geführt. Auf der einen Seite die völlig überfüllten Straßen mit den Bürgersteigen, die zu Märkten umfunktioniert wurden und auf der anderen Seite die Neubauviertel mit ihren geplanten Wohnblöcken. Der Verkehr in der Stadt wartet dringend auf die Entlastung, die die in Bau befindliche U-Bahnerweiterung verspricht.

Am Tag nach der Ankunft ging es dann wieder ins Stadtzentrum. Hauptattraktionen der Stadt sind ohne Frage das Victoria Monument und die vielen verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten, wie der große Blumenmarkt und die vielen Obststände. Weiterhin lassen sich natürlich wieder einige Hindu-Tempel und Ghats besichtigen.

Kolkata oder Kalkutta, wie wir es bei uns immer noch nennen, ist für mich so ein wenig zum Paradebeispiel Indiens geworden. Zuerst erinnerte mich die Stadt ein wenig an Bangkok mit seinen Straßen über Brücken, dem in Bau befindlichen Skytrain und den vielen Lagunen und Kanälen. Doch dann war es auch wieder ganz anders.
Die Stadt ist wirklich quierlig und eigentlich genauso, wie ich mir Indien immer vorgestellt habe: überfüllt, laut, geschäftig. Und dazu steigt einem ein leckerer exotischer Duft in die Nase nur damit einem, 2 Meter weiter entfernt, vor Gestank kotzübel wird. Generell ist es eine Stadt voller Gegensätze, von prachtvollen Palästen zu unendlich vielen Armen und Obdachlosen, die ihr Leben vollständig auf der Straße verbringen.

Ich mag Kolkata richtig gerne, doch die Stadt befindet sich im Wandel, wie gesagt, wird viel für die Infrastruktur getan und überall gebaut. Mal sehen, wie es sich verändert. Leider geht es morgen für mich schon weiter, denn ich habe nach langem Warten dann doch Zugtickets in Richtung Darjeeling bekommen.

Bilder aus Kolkata gibt es natürlich in der Bildergalerie

Agra und das Taj Mahal


Entgegen der Planungen 1-2 Nächte in Agra zu verweilen, brachte mich die etwas geringe Verfügbarkeit der indischen Züge dazu, einen Tagestrip nach Agra zu unternehmen, denn das Taj Mahal stand für mich definitiv auf dem Pflichtprogramm. Und da war es dann, das Taj Mahal mit seiner weltberühmten Grabstätte. In Wirklichkeit genauso, wenn nicht noch mehr, beeindruckend, wie auf den vielen Bildern. Und da heute der Welttourismustag ist, musste ich nicht mal Eintritt zahlen und super voll war es auch nicht. Das Taj Mahal ist dann natürlich auch das Titelbild für die Galerie der Bilder aus Indien geworden. Weiterhin konnte ich dort Postkarten kaufen und noch das Fort von  Agra, wo der Moghul, der das Taj Mahal aus Liebe zu seiner verstorbenen Frau erbaute, eingesperrt wurde. Und dies von seinem eigenen Sohn, der nach der Macht im riesigen Reich strebte.
Und da Agra nun nur im Rahmen eines Tages besichtigt wurde, geht es morgen dann direkt per Zug von Delhi nach Varanasi

Die Website ist auch wieder auf dem neuesten Stand.

Im Udawalawe Nationalpark

Da der Yala Nationalpark (der mit den Leoparden) wegen der Trockenzeit geschlossen hat, ging es auf Safari in den Udawalawe Park, berühmt für seine große Elefantenpopulation? Und was soll ich sagen? Man fühlt sich ein wenig, wie in Afrika in der Savanne. Nur dass die Elefanten natürlich ein wenig kleiner sind und auch kleinere Ohren haben. Dafür sieht man große Familienverbände mit ihren Jungen auf Nahrungssuche durch das Areal streifen. Dazu Büffel in ihren Wasserlöchern, viele Pfauen, Krokodile, Adler und immer wieder Elefanten.
Überzeugt Euch einfach selbst, hier gehts zur Bildergalerie

Trincomalee und dann der Bus!

Von Jaffna ging es relativ bequem per Zug und Bus nach Uppuveli, einem kleinen Badeort nördlich von Trinkomalee im Nordosten Sri Lankas.

Das kleine Dorf macht einen wirklich symapthischen Eindruck, das Essen, vor allem Seafood ist großartig und auch eine tolle Unterkunft hatte ich gefunden. Doch leider nur für eine Nacht, denn am nächsten tag war sie leider schon ausgebucht.

Und dann machte ich einen folgenschweren Fehler: Mich überkam der Übermut und ich begab mich auf eine 13 stündige Odyssee mit Bussen bis zur Südküste Sri Lankas. Das schlimmste war dann auch der letzte Bus, der für mich 6 stündiges Stehen und einen schönen Schlag, gegen den Knöchel, der mich sofort Humpeln ließ, bedeutete.

Erschöpft angekommen blieb mir auch nur eine eher schlechte Unterkunft, wo ich erst nach längerem Betteln etwas Wasser angeboten bekam. Also nix wie weg hier, in Richtung Nationalpark, ich will Elefanten sehen!

Übrigens, neue Bilder sind hochgeladen und die Postkarten sind nun auch endlich verschickt.

Probleme bereitet das Visum für Indien, da muss ich noch ein wenig dran arbeiten 🙂

Erst zum Sigiriya und dann weiter nach Norden

Der Felsen des Sigiriya mit den Ruinen des einstigen Königspalastes ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Sri Lankas. Dementsprechend gut ist die touristische Infrastrutur ausgebaut und die Preise dementsprechend hoch. Aber er ist schon eindrucksvoll, dieser riesige Stein, der sich mit seinen Wandmalereien praktisch senkrecht aus der zentralen Ebene erhebt. Drumherum die Ruinen, bzw. eigentlich nur noch die Grundmauern der antiken Stadt.

Nach einem schnellen Aufstieg, einem grandiosen Ausblick zog es mich aber dann doch weiter Richtung Norden und nach einigen Busfahrten erreichte ich gegen Abend Anuradhapura.

Somit ist auch das passende Titelbild für die Galerie gefunden und alle Bilder, die bisher gemacht wurden sind online. Des Weiteren sind die Postkarten geschrieben und die Website auf dem neuesten Stand! Heute war ich fleißig 🙂

Mit dem Motorrad den Mekong entlang

Eigentlich sollte es ja alles ganz anders sein. Seit meiner Flussfahrt auf dem Amazonas von Manaus nach Belem wollte ich etwas Ähnliches auch in Asien tun. Nämlich per Boot den Mekong hinab reisen. Allerdings ist das nicht wirklich möglich. Weder von Luang Prabang nach Vientiane, noch von dort aus in südlicher Richtung flussabwärts. Es gibt einfach keinen regelmäßigen Bootsverkehr mehr auf dem Fluss. Ein paar Fischer sitzen noch auf ihren Booten und hier und da gibt es eine Fähre, die den Fluss überquert, aber mehr ist nicht möglich, wenn man kein ganzes Boot chartern oder an einer überteuerten Flusskreuzfahrt teilnehmen möchte.

Von Luang Prabang ging es also per Bus durch die Berge nach Vientiane. Das war zwar landschaftlich sehr schön, aber der „VIP“-Bus sehr unbequem und er gab fast 100 km vor dem Ziel auch noch den Geist auf.

Die Straße von Vientiane südwärts verläuft direkt am Mekong, also entschied ich mich dafür, die Strecke wieder auf dem Motorrad zurückzulegen und so die Landschaft zu genießen. Zur Rechten schlängelt sich der Mekong entlang und auf der linken Seite erheben sich pittoreske Berge und Karstfelsen. Ein weiteres Highlight sind natürlich auch die freundlichen, überraschten und winkenden Menschen, die einem auf der Fahrt begegnen.

Doch auch hier verlief die Fahrt nicht ganz ohne Zwischenfall. Die zweite Honda Win machte plötzlich komische Geräusche und wir mussten bei einem Mechaniker Halt machen. Innerhalb von 45 Minuten wurde das Kugellager gewechselt und die Maschine war wieder fit und dazu noch schneller als zuvor. Gekostet hat der Werkstattaufenthalt ganze 6 Euro. Kein Vergleich zu europäischen Maßstäben.

Am Ende des Tages gab es zur Belohnung einen fabelhaften Sonnenuntergang und kurz nach Einbruch der Dunkelheit war das Etappenziel Savannakhet erreicht. Hier kann man einen Tag ausruhen und danach den Weg nach Pakxe in Angriff nehmen. Alles in Allem ist Laos bisher sehr angenehm zum Motorrad fahren. Es gibt nicht zu viel Verkehr, die Straße ist gut ausgebaut und die anderen Fahrer sind größtenteils sehr rücksichtsvoll. Dazu gibt es an jeder Ecke Tankstellen und Mechaniker, so dass man im Zweifelsfall immer recht schnell HIlfe bekommt, wenn man sie braucht.

Den heutigen Ruhetag nutze ich dann auch um die Website mit Route, Bildergalerie und Daten und Fakten zu aktualisieren. Danach kümmere ich mich ums Motorrad, das heißt Tanken und Ölwechsel.

Die Postkarten in die Heimat sind auch schon lange verschickt! 🙂

Luang Prabang in Laos

Das Kapitel Vietnam ist nun abgeschlossen und mit Luang Prabang in Laos öffnet sich das nächste und gleichzeitig auch letzte Kapitel Südostasiens.

Laos wirkt bisher deutlich entspannter als Vietnam, das gilt besonders für den Straßenverkehr. Ich bin es schon gar nicht mehr gewöhnt, dass Menschen so viel Rücksicht aufeinander nehmen.

Ansonsten ist Luang Prabang zwar ein durchaus touristischer Ort, aber zumindest zu dieser Reisezeit wirkt es dennoch etwas verschlafen und nicht überfüllt. Der Ort liegt direkt am Mekong Ufer und besticht durch seine schönen Bauten. Und damit meine ich nicht nur die zahlreichen Tempelanlagen, sondern auch die einfachen Häuser am Straßenrand, es ist eine wirklich schöne Stadt, direkt am Fluss.

In der näheren Umgebung gibt es zauberhafte Wasserfälle, ein Bärenreservat, einen Schmetterlingsgarten und ganz viel Natur, mit Flüssen, Bergen und Regenwald. Dazu wirkt es unheimlich sauber. Sowohl in der Stadt, als auch die umgebende Natur. Selbst das Street Food, dass überall angeboten wird, wirkt im Gegensatz zu den anderen Ländern Südostasiens geradezu hygienisch, wenn es mit Folie gegen Fliegen geschützt wird 🙂

Die Bildergalerie für Laos ist nun auch offen, der Rest der Seite braucht noch ein wenig, da das Internet recht unzuverlässig ist.