Salar de Uyuni und der Südwesten Boliviens

Hier kommt er, der verspreochene Beitrag mit Bildern und so weiter…

Wie schon geschrieben, mussten wir aufgrund von Verkehrsschwierigkeiten (Tag des Fußgängers) einen Tag früher nach Oruro und haben nach der doch etwas unsicheren Busfahrt dann den Nachtzug in Richtung Uyuni genommen. Dort kamen wir gegen 02:30 Uhr an und hatten uns schon einen Transfer ins „traumhafte Salzhotel“ am Rande der Salzwüste organisiert. Nunja, so traumhaft war das Hotel leider nicht. Es war schön ausgestattet und warm, leider bekam man erst nach der dritten Anfrage nach Einer Tour in die Wüste und in die Umgebung eine vernbindliche Antwort. Und wie verbindlich diese war, stellte sich am Tag des Tourstarts heraus. Plötzlich sollte die nämlich fast die Hälfte mehr kosten. Als man uns dann auch noch den Defekt einer Heizdecke (Überhitzung) in die Schuhe schieben wollte, war es dann mit unserer Beeherrschung ganz vorbei und wir wollte eigentlich nur noch einen Transport in Richtung Flughafen, raus aus diesem Land.

Doch wie das Schicksal so spielt entpuppte sich unser Fahrer als geschulter Guide mit reichlich Erfahrung und fuhr spontan mit uns in die Salzwüste, zu allen bekannten Hotspots und zu kleinen Attraktionen abseits der ausgetrampelten Pfade. Dabei fischten wir selbst Salzkristalle, die auf dem Touristenmarkt verkauft werden, aus den schwefelhaltigen Wasserlöchern der Salar. Wir aßen gemeinsam in der mit Kakteen bewachsenen Isla Incahuasi zu Mittag und hatten einen wirklich schönen Tag in der Salar de Uyuni

Als unser Fahrer und Guide uns dann auch ein neues Hotel und eine weitere 2-tägige Tour mit seinem Geschäftspartner (zum halben Preis des Hotelvorschlags) organisierte, waren wir dann auch wieder rundum zurufrieden.

Am nächsten morgen ging es per Jeep dann los, erst in Richtung San Cristobal, vorbei am „Friedhof der Züge“ und an herrlicheen Felsformationen. Immer weiter Richtung Südwesten. Dabei erreichten wir Höhen von über 5000m und bekamen neben Lamas und Guanakos auch hunderte Flamingos, die in den hoch gelgenenen Lagunas leben, zu sehen. Unser letztes Ziel dieses Tages war die Laguna Colorada, die sich durch die verschiedenen gelösten Minerale rötlich gefärbt hat.

Die Nacht sollten wir eigentlich in einem beheizten Doppelzimmer mit eigenem Bad verbringen, ein wenig Luxus wollten wir uns nach so vielen Stunden Fahrt und bei eisiger Kälte halt schon gönnen. Doch daraus wurde leider auch nichts. In unserem Camp gab es aber Strom! Für wenige Stunden, wenn abends nach dem Essen mal der Generator eingeschaltet wurde.

Nach einer kurzen und verdammt kalten Nacht ging es am nächsten Morgen verschlafen und unterkühlt zur Laguna Verde, einem grünen See weit über 4000m Höhe: Danach besichtigten wir die schwefelhaltiges Wasser spuckenden Geysire und die heißen Quellen.

Nun ging es wieder auf den Rückweg in Richtung Uyuni, wobei wir wieder großartige Felsen, karge und dennoch überwältigend schöne Landschaften und viele Tiere zu Gesicht bekamen.

Den ungefähren Tourverlauf habe ich mal per Google Maps eingebettet:

Uyuni Tour auf einer größeren Karte anzeigen

Somit haben wir jetzt mehr als 5 Tage in und um Uyuni verbracht, es wird Zeit weiter zu ziehen. Weiter in Richtung Norden, zum Titicacasee, nach Peru und dann mal sehen…

P.S. Die Website mit Route, Bildern, Daten und Fakten usw. ist natürlich auch wieder auf dem neuesten Stand

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