Agra und das Taj Mahal


Entgegen der Planungen 1-2 Nächte in Agra zu verweilen, brachte mich die etwas geringe Verfügbarkeit der indischen Züge dazu, einen Tagestrip nach Agra zu unternehmen, denn das Taj Mahal stand für mich definitiv auf dem Pflichtprogramm. Und da war es dann, das Taj Mahal mit seiner weltberühmten Grabstätte. In Wirklichkeit genauso, wenn nicht noch mehr, beeindruckend, wie auf den vielen Bildern. Und da heute der Welttourismustag ist, musste ich nicht mal Eintritt zahlen und super voll war es auch nicht. Das Taj Mahal ist dann natürlich auch das Titelbild für die Galerie der Bilder aus Indien geworden. Weiterhin konnte ich dort Postkarten kaufen und noch das Fort von  Agra, wo der Moghul, der das Taj Mahal aus Liebe zu seiner verstorbenen Frau erbaute, eingesperrt wurde. Und dies von seinem eigenen Sohn, der nach der Macht im riesigen Reich strebte.
Und da Agra nun nur im Rahmen eines Tages besichtigt wurde, geht es morgen dann direkt per Zug von Delhi nach Varanasi

Die Website ist auch wieder auf dem neuesten Stand.

Einige Hürden auf dem Weg nach Delhi

Auf dem Weg zur nächsten Etappe, dem indischen Subkontinent, gab es doch mehr Hürden zu überwinden als gedacht.
Zuerst das Visum, ich entschied mich für ein Online zu beantragendes Touristenvisum. Einfach ein paar Angaben machen, abschicken, fertig. Nicht ganz. Zuerst stürzte die Seite mehrmals ab und im dritten Anlauf musste ich dann nur noch bezahlen, per Kreditkarte über die Bank of India. Doch das klappte gar nicht. Erst nach über einem Tag war die Bezahlseite dann abrufbar und das Visum wurde auch, schneller als gedacht, bearbeitet und bewilligt. Das ganze musste ausgedruckt werden und dann nur noch in den Flieger steigen, dachte ich…

Am Flughafen in Colombo wollte ich nur mein Gepäck abgeben, eingecheckt hatte ich schon bequem online und dann meinen Direktflug nach Delhi antreten. Pustekuchen! Die Airline war der Meinung mich nicht transportieren zu können weil….

Ja warum eigentlich? Alle Unterlagen waren vorhanden, ausgedruckt und mitgebracht. Freundlich vorgelegt und dann wollte ich doch nur noch das Ticket haben. Nein. Sagt Sri Lankan Airlines. Mein Pass, der ja nun schon ein bißchen herumgekommen ist und auch den ein oder anderen Regenschauer abbekommen hat, sich aber in einer ordentlichen Schutzhülle befindet, sei in einer zu schlechten Verfassung. Das entschieden 2 Mitarbeiter der Airline. Ich durfte nicht an Bord.

Nach einem etwas eindringlicheren Gespräch mit dem Manager (ich wurde richtig sauer) wurde mir dann zumindest versichert, dass ich meine Kosten (ohne Steuern und Gebühren) erstattet bekäme.


Noch am Flughafen buchte ich einen Flug mit einer anderen Airline mit Zwischenlandung in Mumbai für den selben Tag. 9 Stunden später, die ich dann auch brav am Flughafen verbringen durfte. Aber dann ging es wenigstens in den Flieger und bei der Einreise in Indien gab es keinerlei Probleme, auf Nachfrage meinerseits, sagte mir der zuständige Beamte, dass der Zustand des Passes nichts außergewöhnliches sei und er, mit Chip und allem, völlig intakt war.

Insgesamt verlor ich nun 12 Stunden auf dem Weg nach Delhi und musste erstmal schlafen. Erst am nächsten Tag stürzte ich mich ins Getümmel und bin erstmal überwältigt. Ein Bummel durch Old-Delhi mit den Märkten, vorbei am Red Fort, am Delhi Gate und großen Bahnhof führte mich zum India Gate. Danach war ich nur noch erschöpft und hänge jetzt in meiner Unterkunft herum. Ich komme wenigstens dazu dieses Posting zu schreiben 🙂

Bald will ich mich erst in Richtung Osten und dann nach Süden vorkämpfen…

Nie wieder Sri Lankan Airways!

Mit dem Zug und dem Bus durch Sri Lanka

Sri Lanka ist durchaus sehr einfach zu bereisen. Praktisch jeder spricht mehr oder weniger gut englisch und es ist kein Problem im Land voran zu kommen.

Sri Lanka mit der Eisenbahn:

Am einfachsten ist es mit der Eisenbahn. Sowohl Jaffna ganz im Norden, als auch Kandy im Hochland sowie Matara an der Südspitze des Landes können binnen einiger Stunden von Colombo aus erreicht werden. Im Südosten sieht es dagegen nicht so gut aus, hier sind keine Gleise verlegt. Neben der staatlichen Eisenbahn gibt es auch private Anbieter, die sich über das Internet buchen lassen und sogenannte Luxuszüge anbieten. Dies sind meist nur Waggons, die an reguläre Züge gekoppelt sind und etwas mehr Komfort für ein vielfaches des Preises anbieten. Ich rate daher zur normalen staatlichen Eisenbahn.
Tickets zu kaufen geht auch recht einfach: Zum Bahnhof gehen, am entsprechenden Schalter anstellen und bezahlen. Und dann einfach nur noch hineinsetzen. Die Tickets werden beim Betreten des Bahnsteigs, im Zug und manchmal an der Enhaltestelle beim Verlassen des Bahnhofs kontrolliert.

Sri Lanka mit dem Bus:

Bus fahren ist eigentlich auch ganz einfach, man muss sich nur daran gewöhnen. Das Netz ist fantastisch ausgebaut, praktisch überall fahren Busse. Die Busse sind alt und die Fahrer etwas waghalsig, aber bisher bin ich immer angekommen. Anders als der Lonely Planet oder andere Reiseführer behaupten findet man immer ein Plätzchen für seinen Rucksack und muss NICHT für einen zweiten Sitzplatz bezahlen. Eigentlich kriegt man auch nicht immer einen Sitzplatz. Wenn der Bus voll ist, kann man schon mal 5 Stunden stehen. Und ein Bus in Sri Lanka kann sehr sehr voll werden 😉

Am Busbahnhof sucht Ihr Euch den passenden Bus (Fahrtziele stehen oben über der Frontscheibe, Zwischenstationen manchmal auf den Seitenscheiben), dann beim Fahrer oder Kassierer nochmal vergewissern, die helfen gerne weiter und sagen euch im Notfall auch, wo ihr raus müsst. Und dann einfach hinsetzen oder eben stehen. Irgendwann, selbst im dichtesten Gedränge kommt dann der Kassierer vorbei und fragt euch nach eurem Fahrtziel auf dieser Linie und ihr kriegt fürs bezahlen einen kleinen Beleg. Dann einfach die polternde Fahrt genießen, mit den Einheimischen quatshen und aus dem Fenster schauen.

TukTuk in Sri Lanka

Ein für mich eher unerfreuliches Thema. Während man für 150 Rupien praktisch 100 Kilometer Bus fahren kann und die selbe Strecke für 400 Rupien mit der Bahn zurücklegt, kostet eine kurze Strecke mit dem TukTuk über 1 km gerne mal 150 Rupien. Es kann Euch also schnell passieren, dass ihr für die letzten Meter zur Unterkunft oder zur Sehenswürdigkeit weit mehr ausgebt als für die gesamte Strecke davor.

Also, gute Fahrt!

Koloniale Hinterlassenschaften in Galle

Meine letzte Etappe auf Sri Lanka führte mich per Bus nach Galle. Der sehr touristische Ort ist an der Südwestspitze Sri Lankas gelegen und wird durch das große Fort, das nun einen eigenen Stadtteil bildet, geprägt. Gleichzeitig bilden das Fort und die kolonialen Hinterlassenschaften der Holländer und Briten die größte Attraktion des Ortes.
Die alten Mauern sind praktisch komplett erhalten und das Areal, das auf einem ins Meer ragenden Felsen errichtet wurde sind nur über zwei Straßen durch die alten Tore mit dem Rest der Stadt verbunden. Es bildet zugleich das touristische Epizentrum Galles. Neben den Mauern, Barracken und Kirchen lassen sich ein alter Leuchtturm und die quirligen Händler in den engen aber sehr hübsch gestalteten Gassen bewundern. Auch der Verkehr ist hier nicht zu vergleichen mit den stark befahrenen Routen außerhalb der Festung und im Schatten der großen Bäume wird Eis verkauft, Souvenirs werden verhökert und Schlangen beschworen.
Galle mag nun irklich nicht der ursprünglichste Flecken Sri Lankas sein, aber aufgrund der tollen Architektur und den belebten Straßen definitiv einen Besuch mit Stadtspaziergang wert!

Im Udawalawe Nationalpark

Da der Yala Nationalpark (der mit den Leoparden) wegen der Trockenzeit geschlossen hat, ging es auf Safari in den Udawalawe Park, berühmt für seine große Elefantenpopulation? Und was soll ich sagen? Man fühlt sich ein wenig, wie in Afrika in der Savanne. Nur dass die Elefanten natürlich ein wenig kleiner sind und auch kleinere Ohren haben. Dafür sieht man große Familienverbände mit ihren Jungen auf Nahrungssuche durch das Areal streifen. Dazu Büffel in ihren Wasserlöchern, viele Pfauen, Krokodile, Adler und immer wieder Elefanten.
Überzeugt Euch einfach selbst, hier gehts zur Bildergalerie

Trincomalee und dann der Bus!

Von Jaffna ging es relativ bequem per Zug und Bus nach Uppuveli, einem kleinen Badeort nördlich von Trinkomalee im Nordosten Sri Lankas.

Das kleine Dorf macht einen wirklich symapthischen Eindruck, das Essen, vor allem Seafood ist großartig und auch eine tolle Unterkunft hatte ich gefunden. Doch leider nur für eine Nacht, denn am nächsten tag war sie leider schon ausgebucht.

Und dann machte ich einen folgenschweren Fehler: Mich überkam der Übermut und ich begab mich auf eine 13 stündige Odyssee mit Bussen bis zur Südküste Sri Lankas. Das schlimmste war dann auch der letzte Bus, der für mich 6 stündiges Stehen und einen schönen Schlag, gegen den Knöchel, der mich sofort Humpeln ließ, bedeutete.

Erschöpft angekommen blieb mir auch nur eine eher schlechte Unterkunft, wo ich erst nach längerem Betteln etwas Wasser angeboten bekam. Also nix wie weg hier, in Richtung Nationalpark, ich will Elefanten sehen!

Übrigens, neue Bilder sind hochgeladen und die Postkarten sind nun auch endlich verschickt.

Probleme bereitet das Visum für Indien, da muss ich noch ein wenig dran arbeiten 🙂

Von Anuradhapura bis ganz in den Norden nach Jaffna

Anuradhapura ist eine der ältesten Städte Sri Lankas und die Zeugnisse der vergangenen Zeiten lassen sich vor allem in den antiken Tempelanlagen und Ruinen der königlichen Stadt finden. Da ich mir bereits so einige Tempel angeschaut habe, nahm ich mir diesmal vor, dies sehr schnell durchzuziehen und mich danach in den Zug nach Norden zu setzen.

 

Gesagt, getan und gegen 21:00 kam ich dann nach 3 stündiger Fahrt in Jaffna an. Doch leider fand ich keine wirklich ordentliche Unterkunft und fand mich in einem ziemlichen Loch, das wohl sonst auf Stundenbasis vermietet wird, wieder. Am nächsten Tag stellte sich dann auch heraus, dass Jaffna ziemlich klein ist und dieser Tag auch ausreicht um die Hindu Tempel und das alte Fort zu besichtigen.

Erst zum Sigiriya und dann weiter nach Norden

Der Felsen des Sigiriya mit den Ruinen des einstigen Königspalastes ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Sri Lankas. Dementsprechend gut ist die touristische Infrastrutur ausgebaut und die Preise dementsprechend hoch. Aber er ist schon eindrucksvoll, dieser riesige Stein, der sich mit seinen Wandmalereien praktisch senkrecht aus der zentralen Ebene erhebt. Drumherum die Ruinen, bzw. eigentlich nur noch die Grundmauern der antiken Stadt.

Nach einem schnellen Aufstieg, einem grandiosen Ausblick zog es mich aber dann doch weiter Richtung Norden und nach einigen Busfahrten erreichte ich gegen Abend Anuradhapura.

Somit ist auch das passende Titelbild für die Galerie gefunden und alle Bilder, die bisher gemacht wurden sind online. Des Weiteren sind die Postkarten geschrieben und die Website auf dem neuesten Stand! Heute war ich fleißig 🙂

Mit dem Zug nach Kandy

Kandy, in den Resiführern als kulturelles Herz Sri Lankas bezeichnet, sollte das nächste Ziel sein. Und da ich nicht am Bahnhof in der Schlange stehen wollte, habe ich den teureren Touristenzug online gebucht. Und naja, das war ein Fehler. Denn mit dem ausgedruckten E-Ticket darf man sich am Bahnhof in Colombo dann auch nochmal in die Schlange stellen. Und außerdem gibt es pro Tag nur eine Option, nämlich den Zug um 7:00. Das heißt man steht um 5:00 Uhr auf, ist um 6 am Bahnhof, tauscht sein Ticket, um dann ja, wie angeordnet 30 Minuten früher am Zug zu sein. Leider habe ich dann auch die meiste Zeit der zweieinhalbstündigen Fahrt damit verbracht, meinen Schlaf nachzuholen.

Kandy selbst ist ein eher beschauliches Städtchen im zentralen Hochland Sri Lankas. Die Häuser sind an den Hängen der umgebenden Hügel um einen großen See herum gelegen. Der See lässt sich bequem zu Fuß umrunden und auf dem Weg laufen einem Affen, Gänse, Schildkröten und Echsen über den Weg.

Am Nordufer des Sees befindet sich dann das größte buddhistische Heiligtum des Landes. Der Tempel des heiligen Zahns. Die Reliquie soll bei der Einäscherung Buddhas gerettet worden sein und nun in Kandy aufbewahrt werden. So recht überprüfen lässt sich das schwer, denn keiner  hat direkten Zugang zum Zahn Buddhas. Er lagert in einer Schatulle, die in 4 weiteren Schatullen versteckt ist. Der gesamte Tempelkomplex gleicht ebenfalls einem Hochsicherheitsbereich.

Also ist nach einem ausgedehnten Fußmarsch durch Kandy die Weiterreise Richtung Norden geplant.

Wieder auf Achse – Diesmal Sri Lanka

Nach 3 Monaten in Berlin ging es an die Fortsetzung der großen Tour um die Welt. Wieder nach Asien, diesmal Sri Lanka.

Also spontaan einen billigen Flug gebucht von Berlin über Abu Dhaabi nach Colombo. Nachdem der erste Flug ereignislos verlief gab es in Abu Dhabi ein kleineres Problem: Das Flugzeug war schon auf der Startbahn, die Triebwerke dröhnten beim starten und dann: ABBRUCH. Eine kurze Durchsage des Piloten erklärte den Passagieren, dass es nochmaal zum Gate ginge und die Mechaniker am Flugzeug etwas reparieren müssten. Ein tolles Gefühl so für den Anfang. 3 Stunden stehen am Gate, natürlich durfte niemand das Flugzeug verlassen und es ging wieder los. Diesmal problemlos bis nach Colombo.

Colombo…. Tja, was soll ich sagen… Auf den ersten Blick sauberer als die anderen asiatischen Städte, die ich bisher gesehen habe, aber auch nicht wirklich herrausragend, weder was Sehenswürdigkeiten noch was Landschaft oder Architektur betrifft.
In den Straßen steht unheimlich viel Militär, mit Maschinengewehren, TukTuks knattern über den Asphalt und die Fahrer bieten von der Sightseeing Tour bis zum Bordellbesuch so ziemlich alles an. Ich laufe lieber.

Wirklich überzeugen können die Sonnenuntergänge über dem Meer und ich habe eine kleine Unterkunft gleich am Ufer.

3 Nächte in dieser Stadt sind mehr als genug. Dann geht es für mich mit der Bahn nach Kandy im zentralen Hochland. Und das mit der Bahn, ich bin gespannt!