Mit dem Zug nach Kandy

Kandy, in den Resiführern als kulturelles Herz Sri Lankas bezeichnet, sollte das nächste Ziel sein. Und da ich nicht am Bahnhof in der Schlange stehen wollte, habe ich den teureren Touristenzug online gebucht. Und naja, das war ein Fehler. Denn mit dem ausgedruckten E-Ticket darf man sich am Bahnhof in Colombo dann auch nochmal in die Schlange stellen. Und außerdem gibt es pro Tag nur eine Option, nämlich den Zug um 7:00. Das heißt man steht um 5:00 Uhr auf, ist um 6 am Bahnhof, tauscht sein Ticket, um dann ja, wie angeordnet 30 Minuten früher am Zug zu sein. Leider habe ich dann auch die meiste Zeit der zweieinhalbstündigen Fahrt damit verbracht, meinen Schlaf nachzuholen.

Kandy selbst ist ein eher beschauliches Städtchen im zentralen Hochland Sri Lankas. Die Häuser sind an den Hängen der umgebenden Hügel um einen großen See herum gelegen. Der See lässt sich bequem zu Fuß umrunden und auf dem Weg laufen einem Affen, Gänse, Schildkröten und Echsen über den Weg.

Am Nordufer des Sees befindet sich dann das größte buddhistische Heiligtum des Landes. Der Tempel des heiligen Zahns. Die Reliquie soll bei der Einäscherung Buddhas gerettet worden sein und nun in Kandy aufbewahrt werden. So recht überprüfen lässt sich das schwer, denn keiner  hat direkten Zugang zum Zahn Buddhas. Er lagert in einer Schatulle, die in 4 weiteren Schatullen versteckt ist. Der gesamte Tempelkomplex gleicht ebenfalls einem Hochsicherheitsbereich.

Also ist nach einem ausgedehnten Fußmarsch durch Kandy die Weiterreise Richtung Norden geplant.

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