Mit dem Motorrad den Mekong entlang

Eigentlich sollte es ja alles ganz anders sein. Seit meiner Flussfahrt auf dem Amazonas von Manaus nach Belem wollte ich etwas Ähnliches auch in Asien tun. Nämlich per Boot den Mekong hinab reisen. Allerdings ist das nicht wirklich möglich. Weder von Luang Prabang nach Vientiane, noch von dort aus in südlicher Richtung flussabwärts. Es gibt einfach keinen regelmäßigen Bootsverkehr mehr auf dem Fluss. Ein paar Fischer sitzen noch auf ihren Booten und hier und da gibt es eine Fähre, die den Fluss überquert, aber mehr ist nicht möglich, wenn man kein ganzes Boot chartern oder an einer überteuerten Flusskreuzfahrt teilnehmen möchte.

Von Luang Prabang ging es also per Bus durch die Berge nach Vientiane. Das war zwar landschaftlich sehr schön, aber der „VIP“-Bus sehr unbequem und er gab fast 100 km vor dem Ziel auch noch den Geist auf.

Die Straße von Vientiane südwärts verläuft direkt am Mekong, also entschied ich mich dafür, die Strecke wieder auf dem Motorrad zurückzulegen und so die Landschaft zu genießen. Zur Rechten schlängelt sich der Mekong entlang und auf der linken Seite erheben sich pittoreske Berge und Karstfelsen. Ein weiteres Highlight sind natürlich auch die freundlichen, überraschten und winkenden Menschen, die einem auf der Fahrt begegnen.

Doch auch hier verlief die Fahrt nicht ganz ohne Zwischenfall. Die zweite Honda Win machte plötzlich komische Geräusche und wir mussten bei einem Mechaniker Halt machen. Innerhalb von 45 Minuten wurde das Kugellager gewechselt und die Maschine war wieder fit und dazu noch schneller als zuvor. Gekostet hat der Werkstattaufenthalt ganze 6 Euro. Kein Vergleich zu europäischen Maßstäben.

Am Ende des Tages gab es zur Belohnung einen fabelhaften Sonnenuntergang und kurz nach Einbruch der Dunkelheit war das Etappenziel Savannakhet erreicht. Hier kann man einen Tag ausruhen und danach den Weg nach Pakxe in Angriff nehmen. Alles in Allem ist Laos bisher sehr angenehm zum Motorrad fahren. Es gibt nicht zu viel Verkehr, die Straße ist gut ausgebaut und die anderen Fahrer sind größtenteils sehr rücksichtsvoll. Dazu gibt es an jeder Ecke Tankstellen und Mechaniker, so dass man im Zweifelsfall immer recht schnell HIlfe bekommt, wenn man sie braucht.

Den heutigen Ruhetag nutze ich dann auch um die Website mit Route, Bildergalerie und Daten und Fakten zu aktualisieren. Danach kümmere ich mich ums Motorrad, das heißt Tanken und Ölwechsel.

Die Postkarten in die Heimat sind auch schon lange verschickt! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.