Mit dem Boot auf dem Amazonas

Schon vor meiner Abfahrt war mir klar, dass dies eins der absoluten Highlights meiner Reise werden würde: Per Boot 1000km flußabwärts auf dem Amazonas, von Manaus nach Belém. 3 Tage dauert die Fahrt auf dem riesigen Strom, gegen den unser Rhein einfach nur wie ein kleiner Bach wirkt.
Ich habe mich entschieden in zwei Etappen zu reisen: Von Manaus nach Santarem und eine halbe Woche später dann weiter nach Belém.
Vor der Fahrt ist es wichtig sich eine Hängematte zu kaufen, damit man sich irgendwo auf dem Boot ein kleines Plätzchen zum schlafen suchen kann. Wenn das Boot dann voll ist, sieht das ganze in etwa so aus:DSC00468Nachdem auch die Fracht verladen wurde kann es los gehen. Da wir stromabwärts reisen, sind wir schneller unterwegs (von Belém nach Manaus dauert es 5 Tage) und ich erlebe, wie der Strom immer breiter wird. Aber schon in Manaus sind die Dimensionen einfach nur gigantisch. Bis hierher, mehr als 1000 km landeinwärts, können die großen Ozeanriesen ihre Fracht befördern.

IMG-20140616-WA0011Auf dem Boot selbst herrscht ausgelassene Stimmung und da gerade die Weltmeisterschaft zu Gast ist, werden auch die Spiele per Satellit übertragen. Der Empfang ist grauenhaft und bei jeder Kurskorrektur muss die Satellitenschüssel von Hand neu ausgerichtet werden, doch das tut der Euphorie an Bord keinen Abbruch.
Und auch ohne TV gibt es natürlich jede Menge zu erleben: unzählige Inseln, das langsame Mischen völlig unterschiedlich gefärbter Flüsse, Delfine, riesige Schiffe und spektakuläre Sonnenuntergänge.

Nach 36 Stunden Fahrt erreicht das Schiff Santarem. Eine Gruppe anderer Reisender, die ich an Bord kennenlernte und ich, haben wieder trockenen Boden unter den Füßen und suchen uns eine Bleibe für die Nacht.

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