Iquitos, der Amazonas und die Sonne

Mit Bus und Flugzeug ging es nach Iquitos, die größte Stadt der Welt, die über Land nicht erreichbar ist, liegt am Oberlauf des riesigen Flusses mitten im Regenwald. Schnell wieder eine Hängematte gekauft, etwas Wasser dazu und nichts wie ab aufs Boot, denn noch am selben Abend sollte die 3 tägige Reise nach Santa Rosa bzw. Leticia beginnen.

Da ich ja schon einmal per in der Hängematte auf dem Amazonas gereist bin, wusste ich, dass es zwar anstrengend, aber doch auch sehr schön werden sollte. Doch diesmal war leider vieles anders. Kein geselliges Beisammensein mit den anderen Reisenden, dafür viele argwöhnische Blicke, das Essen war mehr als nur dürftig und generell vermittelte mir die Reise auf dem Boot ein eher ungutes Gefühl, das soweit ging, dass ich, anders als sonst, sogar mit meinen Wertsachen in der Hängematte geschlafen habe.

So entschieden wir uns am nächsten Morgen in einer winzigen Siedlung namens Pebas auszusteigen und das Schnellboot zu nehmen. Doch leider erfuhren wir, dass das gewünschte Boot mit einem Motorschaden festsitzt und wir damit auch.
Nach einigen Verhandlungen haben wir es dann geschafft zwei Notplätze auf einem Speedboat zurück nach Iquitos zu ergattern. Alles erschien uns besser, als eine Nacht in Pebas zu verbringen. Und so betraten wir eine kleine Nußschale, die wir uns mit 5 anderen Passagieren, mehreren Hühnern und einem Tapir teilen mussten
Die Notsitze auf dem Speedboad lagen natrülich in der prallen Sonne und 4 Stunden später, bei der Ankunft in Iquitos, wussten wir auch ganz genau, das wird der Sonnenbrand unseres Lebens, die Auswirkungen spüren wir jetzt noch.

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