In die Bergbaustadt Potosí

Am gestrigen Montag sollte es mit dem Bus von Tarija nach Potosí gehen, doch das war alles nicht so einfach, wie gedacht.
Ich wollte aus den Erfahrungen der letzten Busfahrt lernen und auch mal Ratschläge annehmen und tagsüber fahren. Dazu habe ih mich am Busterminal umgeschaut und habe ein Busunternehmen gefunden, das 2 tolle neue Busse im Terminal stehen hatte und eine Tagesfahrt nach Potosí anbot. Dort habe ich natürlich Tikets gekauft.

Und es kam alles anders als gedacht. Der Bus, in den ich dann tasächlich einsteigen durfte, hatte mit den zwei Luxuslinern nicht mehr viel zu tun und machte auch nach 15 Minuten das erste mal schlapp. Insgesamt 6 mal hielt unser Fahrer um den Schraubenschlüssel zu nehmen und das Innenleben des Motors wieder in Gang zu bringen. Beim 6. Mal war dann auch definitiv Schluss und wir waren gestrandet, noch bevor wir die Hälfte der Strecke absolviert hatten.


Kurz entschlossen organisierte ich mir einen Platz in einem Collectivo und ab ging die Fahrt. Doch durch die vielen Verzögerungen war es schon dunkel und unser Fahrer hatte etwas Geröll auf der Straße übersehen, in das wir dann einfach hineinbrausten. Am ersten größeren Stein war dann Schluss. Gottseidank gab es keine ernsthaft Verletzten und auch ich habe mir nur den Kopf etwas heftig gestoßen.

Gegen 22 Uhr erreichten wir dann endlich Potosí und ich konnte mir die Stadt bei Dunkelheit schon mal etwas anschauen 🙂
Am Ortseingang sieht die Landschaft so aus, als wäre jeder Stein schon mindestens einmal umgedreht worden und die gesamte Stadt riecht auch nach Bergbau, Qualm und Staub. Eigentlich keine guten Vorraussetzungen für einen schönen Auffenthalt. Doch Potosí kann mit schöner kolonialer Architektur und leckerem Essen punkten.
Und hey.. ich hatte noch nie einen mehrtägigen Auffenthalt auf über 4000m Höhe!

Website wieder komplett auf dem neuesten Stand, neue Bilder in der Galerie.

Ein Gedanke zu „In die Bergbaustadt Potosí

  1. Da hattest du aber echt Pech mit dem Transport 🙂 in 2,5 Monaten in Bolivien hatten wir grad mal 2 Platte reifen bei einem Collectivo aus geplanten 3 Stunden wurden dann so 5. Es war nämlich natürlich nur 1 Reservereifen dabei und der andere musste dann in einem kleinen Dorf repariert werden…

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