Auf Erkundungstour durch Mumbai

Nach einer nächtlichen Ankunft und dazu chaotischen Taxifahrt in Mumbai war erstmal der erste Stadtspaziergang angesagt. Kreuz und quer durch Mumbai Fort ging es zum Gate of India, zur Universität, Town Hall und so weiter und so weiter. Trotz der mächtigen Dunstglocke über der Stadt gab es vor allem britische Architektur zu bewundern, wenn man denn durch den dichten Stadtverkehr dringt.
Mumbai als Handelsmetropole Indien wirkt dabei auch ziemlich sauber und aufgeräumt. Ich habe gehört, dies sei dem Slum Dharavi und seinen Bewohnern zu verdanken.
Zum Abend begab ich mich an den Marine Drive, um mir den Sonnenuntergang über dem Meer anzuschauen, während sich die Skyline Mumbais langsam verdunkelt. Doch der dichte Dunst über der Stadt und dem Meer machte mir dabei einen Strich durch die Rechnung. Schon bevor die Sonne hinter dem Ozean eintauchte, war sie durch die dicke Luft nicht mehr zu erkennen und der Himmel war einfach nur grau.

Am nächsten Tag ging es dann nach Dharavi, den größten Slum Asiens. Mitten in Mumbai gelegen bildet das Viertel eine Stadt in der Stadt. Es hat sogar ein eigenes Industriegebiet, in dem ein Großteil der Abfälle Mumbais recyclelt wird. Vom Plastikbecher bis hin zu Alumium, das vor Ort in Barren geschmolzen wird. Dharavi ist auch der Ort, an dem mir trotz der vielen dort herrschenden Probleme, die bisher freundlichsten und aufgeschlossensten Menschen in Indien begegnet sind. Die Kinder lachen und winken und selbst die Älteren schienen sich über den Besuch zu freuen. Vielleicht lag es auch daran, dass der Tourveranstalter mit 80% seiner Einnahmen nach Steuern eine eigene NGO vor Ort unterstützt (http://realitytoursandtravel.com/).

Morgen geht es dann gegen Abend mit der Bahn hoffentlich weiter in RIchtung Süden. Ich stehe mit meinem Ticket mal wieder auf der Warteliste.
Bis dahin werde ich weiter mit der Kamera bewaffnet durch die Stadt ziehen. Zwischen lärmenden Autos, eifrigen Verkäufern und gestressten Geschäftsleuten, quer durchs hektische Mumbai!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.