Luang Prabang in Laos

Das Kapitel Vietnam ist nun abgeschlossen und mit Luang Prabang in Laos öffnet sich das nächste und gleichzeitig auch letzte Kapitel Südostasiens.

Laos wirkt bisher deutlich entspannter als Vietnam, das gilt besonders für den Straßenverkehr. Ich bin es schon gar nicht mehr gewöhnt, dass Menschen so viel Rücksicht aufeinander nehmen.

Ansonsten ist Luang Prabang zwar ein durchaus touristischer Ort, aber zumindest zu dieser Reisezeit wirkt es dennoch etwas verschlafen und nicht überfüllt. Der Ort liegt direkt am Mekong Ufer und besticht durch seine schönen Bauten. Und damit meine ich nicht nur die zahlreichen Tempelanlagen, sondern auch die einfachen Häuser am Straßenrand, es ist eine wirklich schöne Stadt, direkt am Fluss.

In der näheren Umgebung gibt es zauberhafte Wasserfälle, ein Bärenreservat, einen Schmetterlingsgarten und ganz viel Natur, mit Flüssen, Bergen und Regenwald. Dazu wirkt es unheimlich sauber. Sowohl in der Stadt, als auch die umgebende Natur. Selbst das Street Food, dass überall angeboten wird, wirkt im Gegensatz zu den anderen Ländern Südostasiens geradezu hygienisch, wenn es mit Folie gegen Fliegen geschützt wird 🙂

Die Bildergalerie für Laos ist nun auch offen, der Rest der Seite braucht noch ein wenig, da das Internet recht unzuverlässig ist.

Die Reisterrassen von SaPa

Von der Ha Long Bay ging es mit Bus und Bahn über Hanoi nach SaPa (oder Sa Pa?) im nördlichen Gebirge Vietnams, fast an der Grenze zu China.
Die große Attraktion SaPas bilden die unzähligen Reisterrassen, die in den Hängen der umliegenden Berge angelegt wurden.

Leider habe ich davon nur an einem Tag wirklich etwas sehen können, denn den ersten Tag habe ich wegen der nächtlichen Zugfahrt verschlafen und den zweiten Tag mit einem Magen-Darm-Infekt im Bett verbracht.
Am 3. Tag war ich jedoch fit genug per Roller die Umgebung zu erkunden. Dazu gehört das Dorf Lao Chai, um das sich viele der Terrassen malerisch in die Landschaft einfügen. Vielleicht war es nicht die beste Reisezeit um sie in voller grüner Pracht zu erleben, doch dafür konnte man die einzelnen Schritte des Reisanbaus vom Pflügen der Felder über das Pflanzen der Setzlinge bis zu Terassen voller grüner Reishalme besichtigen.

SaPa ist definitv eine Reise und einen Aufenthalt über mehrere Tage wert! In der Bildergalerie von Vietnam  gibt es natürlich mehr zu sehen.

Mini-Kreuzfahrt durch die Felsen der Ha Long Bay

Es ist eines der Highlights jedes Vietnambesuchs, deshalb wollte ich es mir auf keinen Fall entgehen lassen: Das Naturspektakel in der Ha Long Bay, wo tausende Kalksteinfelsen eine surreale Landschaft im Meer formen. Um das Ganze auch richtig aus der Nähe zu betrachten hieß es erst ganz früh aufstehen, per Transfer zum Hafen von Ha Long und dann ab aufs Boot. 2 Tage und eine Nacht kreuzte unsere Reisegruppe dann zwischen den Felsen umher. Dabei gab es neben den Felsen auch riesige Karsthöhlen und schwimmende Fischerdörfer zu bestaunen. Und natürlich einen spektakulären Sonnenuntergang mit Meer, Schiffen und natürlich den Felsen.

Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück nach Hanoi, beziehungsweise über Hanoi nach Sa Pa, das nach einer erneuten Nacht im Zug erreicht war. Dazu aber später mehr…

In den Gassen von Hanoi

Es soll erstmal nur ein Tag sein, den ich in Vietnams Hauptstad Hanoi verbringe. Dann geht es weiter zur Ha-Long Bay und nach Sapa. Doch danach will ich hier unbedingt noch ein bis zwei Tage verbringen.

 

 
Denn Hanoi gehört zu den Städten, die mir gleich vom ersten Augeblick an gefaallen. Es ist bunt, lebendig und quirlig, das merkte ich schon bei der Ankunft am gestrigen Abend. Und auch heute hat sich der Eindruck verstärkt. Doch ein weiterer großer Vorteil Hanois (z.B. gegenüber Bangkok) ist, dass sehr grün mit verhältnismäßig sauberer Luft ist. So kann man durch die verwinkelten Gassen der Altstadt schlendern, guten Kaffee trinken und ein paar Meter weiter unter schönen Trauerweiden am schattigen Ufer eines der innerstädtischen Seen sitzen.
Etwas vorsichtig sollte man bei den unzähligen Straßenverkäufern und Schuhputzern sein. Sehr schnell sind sie einem auf den Fersen und wollen für aufgedrängte Dienstleistungen gleich Wucherpreise verlangen. Also gleich abwimmeln und nicht auf Souvenirfotos oder Sonstiges einlassen, dann klappt das schon.

Briefmarken und ein paar der Postkarten sind auch gekauft, so dass ich wieder ein paar Grüße in die Heimat absenden kann.

Mit dem Zug nach Hanoi – in 29 Stunden

Diesmal galt es eine gewaltige Etappe zu bewältigen. 1726 Kilometer Zugstrecke in 29 Stunden. Von Thap Cham nach Norden bis in die Haupstadt Hanoi.

Um die Fahrt halbwegs überleben zu können war dann auch mal 1. Klasse angesagt (ich glaub das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich offiziell irgendwo 1. Klasse gefahren bin). Nunja und für die 1 Klasse war das ziemlich ernüchternd, wenn auch nicht fürchterlich. Es gab 4er Abteile mit gepolsterten Betten und sogar eine Klimaanlage. Das wars dann aber auch schon. Im Minutentakt wurde die Tür aufgerissen und man gefragt ob man Maiskolben, Obst, Kaffee, Hühnchen oder sonst irgendetwas kaufen möchte.

Dafür ging es diesmal schnell und zwar direkt nach Hanoi. Und es blieb einem der gefährliche Straßenverkehr Vietnaamss erspart. Doch sehr schnell musste ich feststellen, dass auch Züge gefährlich sind. In diesem Fall zwar nicht für mich, wohl aber für den Radfahrer, der vom Zug erfasst wurde und umgekommen ist. Nach kurzer Aufregung und einem etwa zehnminütigen Halt entschied sich dann auch die Zugbesatzung zur Weiterfahrt.

Die Zug Besatzung war auch ein kleines Kuriosum für sich: Schon wenige Minuten nach Abfahrt sah man sie beim Konsum von Haschisch oder Opium oder sonst irgendwas durch ein dickes Bambusrohr. Etwas später drängelte sich eine Dame, die sich später als Zugbegleiterin herausstellte, durch die Reihen um sich ein Bier aufzumachen 🙂

Rauchen ist in vietnamiesischen Zügen generell kein Problem, egal wo 😉

Auf der Fahrt sidn viele Bilder entstanden, man kann sie in der Galerie sehen.
Ansonsten ist die Website mit Route, Daten und Fakten und das Bilderbuch auch wieder auf dem neuesten Stand!

Mit dem TukTuk durch Kambodscha und Südvietnam

Nun ist es offiziell, die mehr als dreiwöchige Reise mit Motorrad und angehängtem TukTuk von Battambang über Phnom Penh und Ho-Chi-Minh-City ist nach mehr als 1.700 gefahrenen Kilometern vorbei.

tuktukfahrtObwohl ich schon Kambodscha anderes vermutete, hat es uns nicht im Stich gelassen, sondern die bevorstehende Strecke bis nach Hanoi ist einfach zu weit um sie mit dem Gefährt in einem angemessenen Zeitrahmen zu realisieren.

Dafür hat es uns in den letzten 3 Wochen meist schöne Momente beschert: Die Unabhängikeit immer und überall die Route anpassen oder unterbrechen zu können. Die Gespräche mit den staundenden Einheimischen oder auch nur das Gegrinse der anderen Fahrer auf den Straßen. Egal ob in Vietnam oder in Kambodscha.

Doch auch so manchen Frust hat das Moped beschehrt. Ständig abspringende Ketten, auslaufendes Öl, verbogene Ständer und und und…

Zeit für ein Fazit über den Verkehr in den beiden Ländern:

Der Verkehr in Vietnam ist einfach mörderisch! Schon bei der ersten Etappe im Land bekamen wir den ersten Toten zu sehen. Und viele brenzlige Situationen, ob mit Autos, Bussen oder LKWs verdeutlichten den Eindruck. In Vietnam wird gefahren und das schnell. Leider wird auch nicht wirklich geguckt, wo man hinfährt und das wichtigste Teil am Fahrzeug ist die Hupe (unser Moped hatte keine). So kommt einem dann auf der Autobahn gerne mal ein LKW entgegen oder beide Spuren des Gegenverkehrs werden zum Überholen genutzt. Generell gilt das Recht des Stärkeren. So ist es dann auch kaum verwunderlich, dass ich einige mal das Steuer verreißen musste und das TukTuk in die Böschung gelenkt habe, um den Frontalzusammenstoß mit dem überholenden Gegenverkehr zu vermeiden.

Und in Kambodscha? In Kambodscha ist der Verkehr etwas angenehmer. Das liegt aber keinesfalls an der etwas größeren Rücksicht der dortigen Fahrer, sondern vor allem an den niedrigeren Geschwindigkeiten. Dadurch dass einfach weniger Autos und vor allem langsamere LKWs auf den Straßen unterwegs sind, ist der Verkehr etwas behäbiger und berechenbarer.

Morgen geht es mit dem TukTuk noch zum Bahnhof und die weitere Strecke wird mit der Bahn absolviert. Das ist dann auch um einiges sicherer. Es war eine schöne Zeit!

Hier noch ein Abschiedsfoto:

Verschnaufpause Ho-Chi-Minh-City

Ho-Chi-Minh-City, das ehemalige Saigon, mit seinen mehr als 6 Millionen Einwohnern kündigt sich schon einige Kilometer im Vorraus an. Mehr Verkehr auf der Straße, Trabantenstädte mit Plattenbauten und immer mehr werdende Werbetafeln. Es gibt so einen Vorort für die Wohlhabenden der Stadt. Hübsche Einfamilienhäuser mit Garten und natürlich Gittern vor der Tür.

Im eigentlichen Stadtkern herrscht, besonders zur Rush-Hour, absolutes Chaos. Die Bevölkerung scheint jeweils einen Roller zu besitzen und alle sind natürlich gleichzeitig unterwegs. So zumindest wirkt die Szenerie auf einen am Straßenrand stehenden und staunenden Mitteleuropäer, der, wenn er nicht aufpasst auch dort bald umgefahren wird. Denn wenn die Straße voll ist, weichen die Bewohner Saigons gerne auf den Bürgersteig aus.

Ansonsten erinnert in der Stadt außer den ständig anwesenden roten Fahnen mit Hammer und Sichel Emblem nicht mehr viel daran, dass Vietnam formell ein kommunistisches Land ist. Elegante Hotels stehen neben Boutiquen und auch McDonalds, Burger King und Co sind mit Filialen vertreten. In den Shopping Centern zeigen die großen Modemarken Präsenz.

Ansonsten ist Ho-Chi-Minh-City einfach nur voll! Aber es gibt gutes essen und etwas Zerstreuung. Also ein guter Ort um 4 Tage zu rasten.

Einreise nach Vietnam über Ha Tien nach Can Tho

Eigentlich war für die Einreise nach Vietnam alles vorbereitet: Ein Visum, ein vietnamiesisches Motorbike und Schmiergeld in der Tasche. Das sollte genügen.

Die Fahrt zur Grenze verlief überraschend problemlos. Zwar wurde ich noch in Sihanoukville von der Polizei angehalten, doch nach einer kurzen Kontrolle wurde ich nur auf das angeschaltete Licht aufmerksam gemacht (macht man in Kambodscha auch mit dem Motorrad nicht) und dann ging es weiter. 150 km bis nach Ha Tien.

Nach etwa 4 Stunden ereignisloser Fahrt, inklsuive Mittagessen erreichten wir dann die Grenze und verließen Kambodscha. Doch dann saßen wir im Niemandsland fest, denn in Vietnam sind TukTuks wohl offiziell verboten. Die Grenzpolizei war nach der Übergabe eines 10-Dollar Scheins gewillt uns über die Grenze zu lassen, doch der Zoll machte Probleme.

Erst nach 3 Stunden Diskussion und nerven schaffte es Frau Juscha B aus K in B, den Zollbeamten Vietnams so sehr auf die Nerven zu gehen, dass er uns nach einer letzten Taschenkontrolle über die Grenze ließ.

In Ha Tien wurden dann, wie eigentlich bei jedem Stopp, ein paar Reperaturen am Motorrad durchgeführt. Und dann ging es auch weiter in RIchtung Can Tho.

Auf der Fahrt dorthin gab es dann leider auch den ersten Verkehrstoten in Vietnam zu sehen. Der Helm des Motorradfahrers war gespalten und sein Gehirn auf der Straße verteilt. Da wird einem auch ganz anders, wenn man selbst gerade auf seiner Honda sitzt.

Aber nun ist Can Tho am unteren Arm des Mekong, mitten in dessen Delta erreicht und es ist nur noch eine Etappe nach Ho Chi Minh City.

Die ersten Bilder von Vietnam gibt es nun auch zu sehen. Un die Website ist wieder aktuell 🙂

Über Sihanoukville nach Koh Rong Sanloem

Nach den anstrengenden Fahrten war es nun mal endlich wieder Zeit für eine schöne Insel. Und schon mehrfach haben wir von den Inseln Koh Rong und Koh Rong Sanloem gehört. Also machten wir uns auf die 220 km lange Etappe von Phnom Penh in Rihtung Süden nach Sihanoukville, um von dort aus per Boot auf eine der Inseln überzusetzen.

Die Straße war laut Auskunft einiger Kambodschaner in einem guten Zustand, der Verkehr nicht allzu wild, wenn man erstmal aus Phnom penh raus ist und wir mitlerweile auch ein eingespieltes TukTuk-Team. Was sollte da schon schief gehen?

Vieles, wie sich bald heraus stellte. Zuerst entschied sich das Wetter dazu, nicht mehr in unserem Team mitzuspielen. Es prasselte große Regentropfen auf uns herab und schon nach wenigen Momenten war man triefend nass. Und dann verließ auch noch das Moped unser Team. Die Kette sprang im Sekundentakt vom Hinterrad, was ein Vorankommen unmöglich machte. Doch Glück im Unglück, ein preisgünstiger Mechaniker machte das Bike in einer Viertelstunde wieder fit und irgendwann ließ auch der Regen nach, so dass wir kurz nach Einbruch der Dämmerung die Hafenstadt SIhanoukville erreichten.

Nach einer Nacht setzten wir dann über nach Koh Rong Sanloem, wo man sich für drei Tage, bevor es wieder zurück aufs Festland ging, wie im Südseeparadies fühlen konnte. Traumhafter Strand, Palmen, kristallklares Wasser und gutes Essen rundeten den tollen Eindruck ab.