3 Nächte in Phnom Penh

Nach über 500 km Fahrt mit dem Tuktuk von Battambang über Siem Reap und Kampong Thom war nun endlich Phnom Penh erreicht. Eine quirlige Millionenstadt mit einem Verkehr, der sehr an geordnetes Chaos erinnert. Im Gegensatz zu Bangkok, dass mir ständig viel zu gestresst und teilwiese sogar aggressiv vorkam, mag ich Phnom Penh wirklich gerne. Trotz der unzählichen Motorroller, der fehlenden Gehwege und den einigen Ecken, die echt übel stinken 🙂

Doch außer dem üblichen Sightseeing, Trinken, Postkarten schreiben und Erledigungen machen stand im Phnom Penh auch wieder ein ernstes Thema auf dem Plan:

Die Besichtigung zweier der Stätten an denen die Khmer Rouge in den 1970er Jahren so großes Unheil verursachten, dass das Land und vor allem seine Bevölkerung bis heute darunter leidet.

Zuerst besuchten wir das Tuol-Sleng-Museum. Eine ehemalige Schule, die unter den roten Khmer zum Gefängnis oder eher KZ umgewandelt wurde. Hier wurden die Biographien derer, die hier eingesperrt wurden aber auch derer die hier arbeiteten aufgezeigt. Dazu hatte man Einsicht in die alten Zellentrakte und selbst die Folterinstrumente wurden aufgestellt.

Am nächsten Tag stand dann die Besichtigung der Killing Fields am Rande von Phnom Penh an. Diese Killing Fields verteilen sich über das ganze Land und sind Orte des Schreckens, die bis heute an die Zeit erinnern als Millionen Kambodschaner auf grausamste Art und Weise ihr Leben verloren.

Von Siem Reap nach Pnom Penh

Die erste Bewährungsprobe in Kambodscha hat unser TukTuk ja schon auf der Strecke von Battambang nach Siem Reap und entlang der Tempel von Angkor erfolgreich bestanden. Nun stand als nächstes die ca. 320 km lange Strecke nach Pnom Penh an. Von Siem Reap nach Kampong Thom ging es richtig flott voran. Wenig Baustellen und eine ordentliche Straße machten die Fahrt schnell und wenig anstrengend. Dennoch entschieden wir uns dafür, eine Nacht Rast einzulegen. Und im Nachhinein war dies die absolut richtige Entscheidung. Schon kurz nach Kampong Thom änderen sich die Straßenverhältnisse von akzeptabel über fürchterlich zu richtig beschissen. Kein Asphalt, kein Pflaster, dafür eine sandige Piste mit Steinen, Baustellen und großen Löchern. Dazu Laster, Busse und rasende Jeeps. Alles in allem war es richtig zermürbend und erst kurz vor Pnom Penh war die Straße wieder in einem guten Zustand, in einem ausgezeichneten sogar 🙂

Die Landschaft und die Menschen auf dem Weg waren dabei ein toller ausgleich zu den Strapazen. Erst ungläubiges Staunen über zwei Weisse auf einem TukTuk und danach herzliches Lächeln überall auf dem Weg. Und dann irgendwann bekamen wir das erste Mal den Mekong, die Lebensader Südostasiens, zu Gesicht. Nun war Pnom Penh schon fast erreicht…

Die Strecke hat nicht nur uns, sondern auch unser Moped ziemlich mitgenommen. Dafür steht morgen ein Ölwechsel und ein kurzer Check auf dem Plan.

Dazu gibts ein Update an der Website und neue Bilder 🙂

Die Tempel von Angkor

Angkor Wat in Kambodscha ist als Weltkukturerbe und riesige Tempelanlage wohl vielen Menschen ein Begriff. Doch es bildet nur einen Teil der riesigen Tempelanlagen rund um Siem Reap. Für 20$ Eintritt kann man alle Anlagen an einem Tag besuchen. Das ist ein ziemlicher Marathon und es empfiehlt sich, dies mit einem eigenen fahrbaaren Untersatz zu tun, denn allein eine Fahrt bis zum Ticket-Office verschlingt 10$ an Fahrtkosten. Verhandlungsspielraum gibt es dabei wenig. Und wenn man dann noch von Tempel zu Tempel fahren will, kann das leicht 50$ und mehr kosten. Also nicht von irgendwem abschrecken lassen und selber fahren!

Die Tempelanlagen selbst, mit den sie umgebenden künstlichen Seen und Kanälen geben einen Eindruck über die einstige Größe und den Fortschritt des vergangenen Khmerreiches, dessen Mittelpunkt damals Angkor bietete. Manche Tempel sind in gut erhaltenem oder restauriertem Zustand, andere wirken als würden sie jeden Moment in sich zusammen fallen. Die umgebende Regenwaldvegetation ist allseits auf dem Vormarsch und erobert sich Stück für Stück zurück, wo sie nicht durch den Menschen daran gehindert wird. Wer also immer mal das Gefühl haben wollte einen Dschungeltempel zu besuchen ohne sich vorher mehrere Stunden oder gar Tage durch den Regenwald zu schlagen, der kann dies in den Anlagen um Siem Reap ohne Weiteres tun.

Es sind zwar viele Besucher in der Anlage, doch diese ist so groß, dass man sich nicht gegensseitig auf die Füße tritt, wie es zum beispiel in Peru bei Machu Picchu der Fall ist.

Nach einem Tag voller Tempel und antiker Kultur ist jetzt erstmal ein Tag zum Ausspannen nötig, bevor die Reise in Richtung Pnom Penh weiter geht, mal schauen ob unser fahrbarer Untersatz auch diese Strecke durchhält.

Das Internet ist jetzt wieder etwas besser, so dass die Website wieder auf den neusten Staand gebracht werden kann und die Bildergalerie von Kambodscha endlich online ist. Viel Spaß beim schauen!

Mit dem TukTuk von Battambang nach Siem Reap

Jetzt geht es wohl so richtig los…
Zum ersten Mal gilt es mit dem TukTuk eine Etappe zu meistern. Mit dem frischen Vietnam-Visum (ab 60 US$ in der Botschaft zu haben) geht es mit Sack und Pack in Richtung Siem Reap.
Noch etwas ungeübt muss ich mich erst durch den Verkehr Kambodschas zweitgrößter Stadt bis zur Tankstelle durchschlagen und mit einem vollen Tank können dann die 180 Kilometer in Angriff genommen werden.

Mit dem TukTuk zu reisen hat Vor- und Nachteile. Man ist etwas langsamer als der Bus, weil weder Motorrad (97 ccm) noch Straßenverhältnisse eine höhere Geschwindigkeit als 50 km/h zulassen. Und nach der Fahrt tut einem gehörig der Hintern weh.
Dafür ist man sehr viel unabhängiger und die Menschen auf dem Weg begegnen einem erst etwas verwirrt, dann sehr freundlich, die Kinder sogar freudig aufgeregt.

Nach 6 Stunden, einer herausgesprungenen Kette und einem verlorenen Metallteil (Sicherung der Anhängerkupplung) haben wir dann Siem Reap erreicht.

Auf nach Kambodscha

In Bangkok ergab sich das nächste Ziel doch sehr spontan. In Chiang Mai wartete eine hübsche kleine Blondine auf mich… Da bucht man gerne mal einen Flug für 30 Euro um kurz darauf wieder in die entgegengesetzte Richtung zu reisen. Kurz darauf lief nämlich das Thailand Visum ab und Kambodscha war angesagt. Dort muss ein Vietnam Visum beschafft werden (uiuiui teuer Geld) und es bahnt sich etwas Spezielles an: Ein TukTuk steht in Battambang zum Verkauf, wenn alles klappt wird sich das Reisetempo zwar verringern, aber der Erlebnisfaktor potenziert sich garantiert. Mit dem TukTuk durch Südostasien, was kann es schöneres geben? Aber das ist noch Zukunftsmusik. Die ersten Bilder aus dem neuen Land müssen auch erstmal auf meiner Festplatte verweilen, ich habe noch kein passendes Bild für eine Galerie gefunden. Aber das packen wir auch noch, irgendwie:

Trat, Koh Mak und schon wieder Bangkok

Ich weiß, es gab lange keine Antwort, daher gibt es jetzt mal wieder etwas Input und in der nächsten Zeit werde ich die Seite wieder auf den aktuellen Stand bringen.

Nach der Ankunft von Daniel gab es am ersten Abend wieder die herrlichen Diskussionen, die ich schon mit ihm führte, als wir Mitbewohner waren. Und am nächsten Tag nochmal Visum (Kambodscha für Daniel) und Sightseeing im Eiltempo: Bootsfahrt, liegender Buddha, Großer Palast, TukTuk Fahrt, Kao San Road, Skytrain, U-Bahn, State Tower und Night Market. Das alles an einem Tag, kein Wunder, dass einem dann die Füße weh tun!

Und am nächsten Tag ging es schon weiter: Etwas spät am Bus, der dann natürlich ausverkauft war und stattdessen mit dem Minibus nach Trat, ganz in den Südosten Thailands auf der Suche nach einem ruhigen Fleckchen, wo man mal etwas die Beine baumeln lassen kann. In Trat am Busbahnhof dann die furchtbare Schlepperin des nahen POP-Hostels losgeworden und stattdessen in einem kleinen aber guten Hotel abgestiegen. Am nächsten Tag sollte es dann endlich mit dem Schnellboot (40-50 Minuten) nach Koh Mak gehen.

Also nichts wie rauf auf den Kahn! Die Bootsfahrt des „Highspeed“-Katamarns entpuppte sich als 4-Stunden Tour auf der Low-Speed Fähre.
Die zwei Tage auf Koh Mak verbrachten wir wegen Songkran, dem thailändischen Neujahrsfest, mit viel Zimmersuche aber großartigem Essen im Restaurant eines deutschen Aussiedlers. Dort konnten wir dann auch für wenig Geld 2 klapprige Roller mieten mit denen wir auf der kleinen Insel problemlos jeden Punkt erreichen konnten. Leider spielte das Wetter diesmal nicht ganz so gut mit.

Und zwei Tage später durfte ich dann aus organisatorischen Gründen nochmals in die thailändische Hauptstadt. Diemsal nur für kurze Zeit.

P.S. Das Foto stammt übrigens von einer Tankstelle auf Koh Mak, also wer seinen Roller betanken will, der muss pumpen (lassen).

Zurück in Bangkok

Von Khanom ging es nun über Surat Thani zurück nach Bangkok, denn ein kleiner Termin in der deutschen Botschaft und ein großer am Flughafen (Daniel kommt vorbei) machen das nötig. Die Zeit in Bangkok will dann auch ordentlich genutzt werden, also geht es per Skytrain, U-Bahn, Bus und Boot wieder quer durch die Stadt und unter anderem zum großen, liegenden Buddha (siehe Bild oben) und zum großen Palast.

TukTuks und Taxis erspare ich mir, denn die horrenden Preise, die anfangs verlangt werden und das ewige runterhandeln nachdem man sich immer noch verarscht vor kommt, nerven mich wirklich. Aber beim zweiten Mal ist Bangkok sehr viel überichtlicher und man nimmt vieles mit Humor 🙂

Das Internet lässt es hier auch wieder zu, die gesamte Website mit Bildern usw. einem Update zu unterziehen 🙂

Am Strand von Khanom

Von Koh Phangan sollte es direkt nach Khonam gehen. Sollte…..
Dank ein wenig Recherche im Internet (Danke wiki travel) war Khonam, als untouristischer Ort an einem 11 Kilometer langen Sandstrand auserkoren worden. Doch Dank einer falschen Karte (Danke Openstreet Maps), ging die Reise über Khanom an einen kleinen Nebenstrand. Wunderschön und 5 km lang. Leider völlig zugemüllt und damit unzumutbar. Dafür ging es dann am nächsten Tag nach Khonam, wo es einen schönen sauberen Strand und auch wieder Roller zum ausleihen gibt. Und tatsächlich, es sind wenig Touristen da, zumindest, wenn man es mit den vorgelagerten Inseln mit ihrem Partytourismus vergleicht. Bilder vom Strand gibt es in der entsprechenden Bildergalerie 🙂

Mit dem Roller kreuz und quer über die Insel

DSC02827Die beste und vermutlich auch günstigste Art und Weise Ko Phagnan zu erkunden ist mit dem Roller. Für 150 Baht (unter 5 Euro) pro Tag kriegt man schon ein ordentliches Gefährt und wenn man dann noch reichlich Sprit dazu rechnet, kommt man immer noch günstiger weg, als wenn man sich mit dem Minibus oder sonst einem Untersatz über die Insel kutschieren lässt. Dazu sind die Straßen sehr gut befahrbar, wenig Verkehr und es geht auch immer mal wieder auf und ab, links und rechts, an der Küste entlang, über die Hügel und durch den Regenwald.

Im Dschungel kann man dann auch Elephanten Camps entdecken und wer will, darf auch auf den Tieren reiten. Auf der Straße selbst liegen dann immer mal wieder tote (Gift-)Schlangen, ein Umstand, der mich eher beunruhigt, da ich diese Viecher einfach nur furchtbar finde. Dann doch lieber ab zum nächsten Strand und wer es ganz exotisch will, kann sich mit dem Wassertaxi an einen sonst unzugänglichen Strand kutschieren lassen.

P.S. Es gibt neue Bilder und die ersten Postkarten sind geschrieben und müssen nur noch eingeworfen werden 🙂