Über die Nazca Linien zur Laguna Huacachina

Das war anstrengend!
Wieder im Nachtbus, diesmal von Arequipa nach Nazca. Der Ort selbst ist staubig, heiß und hat wenig zu bieten. Außer eben die nahegelegenen Linien präkolumbianisdcher Zeit, die der Menschheit bis heute Rätsel aufgeben. Nach einem kurzen Frühstück, das eigentlich nur aus Kaffee und Saft besteht geht es direkt zum Flughafen und dann mit einer kleinen Cessna hinauf in die Lüfte.
Das auswärtige Amt warnt zwar ausdrücklich vor Flügen von diesem Ort, doch auch diesmal entlarvten sich die dortigen Angaben als Übertreibungen und Panikmache. Auf Anhieb fanden wir einen guten Anbieter mit gut gewarteten Maschinen und einem tollen Piloten, der uns in gekonnten Manövern so über die Linien und Formen flog, dass jeder im Flugzeug die Chance hatte, alle wichtigen Formationen zu erspähen. Leider sind mir kaum gute Fotos gelungen, so dass der Beitrag zur Bildergaleride diesmal etwas schmal ausfällt.

Nach dem schönen und sicheren Flug, der dazu auch günstiger als erwartet war ging es direkt zum Busterminal und weiter. Denn wie schon beschrieben, hat Nazca nicht wirklich viel zu bieten.

Nach weiteren zweieinhalb Stunden Busfahrt endete die anstrengende Tour in der Oase Huacachina, nahe Ica, wo wir den Abend ausklingen ließen.
Jetzt ist aber auch Schluss mit diesem Beitrag, ich versuche noch die Seite auf den neuesten Stand zu bringen und dann geht es ab auf die Dünen zum Sandboarden 🙂

Die weiße Stadt Arequipa

Nach einer anstrengenden Nachtbusfahrt kamen wir morgens ziemlich gerädert in Arequipa an. Das Hostel, das wir uns vorher ausgeguckt haben entsprach leider ganz und gar nicht unseren Erwartungen (und den Versprechungen im Internet), so dass wir uns kurzentschlossen direkt an der Plaza de Armas einquartiert haben und von dort aus das historische Zentrum erkunden wollten. Schon vor unserer Ankunft haben wir uns nach Arequipa gesehnt; wärmere Temperaturen, gutes Essen und eine geringere Höhe… Und unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht, schon am ersten Tag liefen wir im T-Shirt durch die Fußgängerzone und speisten abends in einem traumhaften Restaurant. Insgesamt ist Arequipa zwar sehr touristisch und voller Reiseagenturen und Touranbieter, aber dennoch lässt es sich entspannt in der Stadt umherschlendern und abends ein oder zwei Drinks schlürfen 🙂

Auch die große Markthalle im Stadtzentrum ist absolut einen Besuch wert. Von ungeahnten Kartoffelsorten, über fast schwarzen Mais bis hin zu rieseigen Obstständen gibt es dort alles, was dem Gaumen Freude bereitet.
Am letzten Tag in Arequipa landete zum Mittagessen nocheinmal mal Meerschweinchen auf einem unserer Teller, diesmal allerdings komplett: Mit Füßen, Krallen, Kopf und Gesicht. Ich aß ein Stück Rindfleisch 😉

Rückkehr nach Cusco

Nach dem spektakulären aber auch anstrengenden Besuch in Machu Pichu geht es für 2 Tage zurück nach Cusco, um sich die Stadt noch einmal mit etwas Zeit anzuschauen, durch die engen Gassen zu schlendern und an der Plaza gemütlich einen Kaffee zu schlürfen. Und auch für meinen geliebten Hassi, der in Bolivien abhanden gekommen ist, habe ich einen Ersatz bekommen. Danke Juscha! 🙂

Gesucht und gefunden haben wir natürlich auch den berühmten 12 eckig behauenen Stein, der noch aus Inkazeiten stammt:

Weitere Bilder von Machu Picchu und Cusco gibt es natürlich in der Galerie.

In der Ruinenstadt Machu Picchu

Am 20.09. machten wir uns erst per Autotransport und dann per Zug über Ollaytantambo in Richtung Machu Picchu auf. Da frühere Zugtickets leider vergriffen waren, kamen wir erst spät abends in Aguas Calientes, dem Dorf, welches am nächsten an der Berühmten Stätte liegt, an. Da es aber noch 1-2 kurze Drinks zur Ankunft gab und am folgenden Tag die Wolken doch sehr tief hingen und sogar Regen einsetzte, entschieden wir uns, erst am 22.09 Machu Picchu zu erklimmen. Mit dem Wetter hatten wir leider nicht mehr Glück am Vortag, doch ein paar schöne Schnapschüsse dieser atemberaubenden Anlage sind uns dennoch gelungen. Was soll man mehr zu Machu Picchu schreiben, was nicht alles schon gesagt wurde? Es ist halt ein absolutes Pflichtziel bei jedem Peru Besucch und die umständliche Reise definitiv wert!


Nach einem anstrengenden Tag ging es dann wieder per Zug und Auto nach Cusco, welches wir uns nun anschauen wollen. Außerdem gilt es jetzt auch mal wieder dringen Wäsche zu waschen und dann ein paar Tage in Arequipa, dem nächsten Ziel auszuspannen.

Mehr Bilder gibt es natürlich in der Galerie, der Rest der Webssite wird in den nächsten Tagen aktualisiert.

Mit dem Zug nach Cusco

Da es auch von Puno nach Cusco einen Zug gibt und dieser fast täglich die Strecke bedient, haben wir uns trotz der hohen Ticketpreise (dafür gab es großen Komfort und Mittagessen inklusive) dazu entschieden mit der Bahn ins Zentrum des ehemaligen Inkareiches zu fahren. Nach der Überwindung eines Passes auf etwas über 4000m Höhe ging es an majestätischen Gipfeln, rauschenden Flüssen und bewirtschafteten Kokafeldern hinab ins Tal von Cusco auf etwa 3300m. Cusco soll uns als Ausgangsort für die Tour zum legendären Machu Picchu dienen. Die Fotos, die auf der zehnstündigen Bahnfahrt entstanden sind, findet ihr in der Galerie.

Leider ist das Internet zu schlecht um mehr am Artikel oder gar an der Seite zu gestalten.

Die schwimmenden Inseln der Uros

Von Puno aus, ging es auf einen halbtägigen Ausflug zu den schwimmenden Inseln auf dem Titicacasee. Das Volk der Uro lebt hier seit Generationen auf selbstgebauten Inseln, die aus geschnittenem und übereinander getapeltetem Schilf bestehen. Es gibt mehrere dutzend bewohnte Inseln, sogar eine Grundschule und ein Krankenhaus sind auf den schwimmenden Schilfplattformen untergebracht.

Die Tour war sehr touristisch angelegt und es wurden zwei Inseln besucht, die speziell für Besucher angelegt wurden. Auf der einen Seite bleibt zwar so das authentische Leben der Uros verborgen, auf der anderen Seite, werden die Menschen, die dort immer noch leben, von den Scharen der Touristen verschont. Der insgesamt 4-stündige Ausflug (mit An- und Abreise) war bei nass kaltem Wetter aber auch genug Einblick in das raue Leben auf dem Titicacasee.
Danach haben wir uns Zug-Tickets für den Weg nach Cusco besorgt und den Tag mit einer leckeren Mahlzeit (gebackenes Meerschweinchen und Alpaka Steak) ausklingen lassen.

Die Website ist mit Daten und Fakten, neuer Bildergalerie für Peru und der Route wieder auf dem neuesten Stand.

Flucht nach Peru

Das war nun wirklich genug Bolivien fürs Erste! Das steht für uns beide fest und wir schlagen uns mit Mikro-Bussen und Taxis über die Grenze bis nach Puno durch. Puno mag vielleicht auch nicht der schönste Fleck auf Erden sein, doch an der Plaza de Armas angekommen haben wir gleich eine gute Gaststätte und eine warme Unterkunft (ohne Wolldecken!) gefunden. Außerdem gilt es, von hier die schwimmenden Inseln der Uro zu besuchen. Wir wissen zwar schon im Vorherein, dass diese absolut touristisch kommerzialisiert wurden, aber ein Besuch am Titicacasee, so ganze ohne die Inseln, das geht nun auch nicht!

Zu guter letzt ist Puno der ideale Ausgangspunkt für den Weg nach Cusco und das bedeutet letztendlich: Machu Picchu, die wohl berühmteste archäologische Stätte Südamerikas.

Aus der Wüste an den Titicacasee

Nach so viel Kälte, trockener Luft, Sand, Salz und Geröll sollte es dann ganz schnell gehen. Mit einem Tag Auffenthalt ging in La Paz ging es per Bus nach Copacabana am rieseigen Titicacasee auf über 3.800m Höhe.
Um dorthin zu gelangen wurden sowohl wir, als auch unser Bus mit kleinen Holzfähren verschifft, ehe es dann auf den Serpentinen weiter ging.
Der Ort Copacabana hat sich vollständig auf den Tourismus eingestellt: Hotels, Hostels, Restaurants, Touranbieter, alles ist im Überfluss vorhanden. Kurz nach dem Aussteigen aus dem Reisebus wird man auch gleich angesprochen, ob man nicht in dieses oder jene Hotel oder Restaurant möchte oder ob man nicht dieses oder jenes Rauschmittel kaufen möchte.
Nach einer Übernachtung in Cocacabana entschieden wir uns für eine Überfahrt zur Isla de Sol, deren nördlichen Teil wir erkunden wollten. Daraus wurde leider wenig bis gar nichts, nachdem sich ein Magen-Darm-Trakt in Copacabana wohl etwas übernommen hatte und es in der Unterkunft auf der Insel nur sporadisch fließend Wasser gab.

Salar de Uyuni und der Südwesten Boliviens

Hier kommt er, der verspreochene Beitrag mit Bildern und so weiter…

Wie schon geschrieben, mussten wir aufgrund von Verkehrsschwierigkeiten (Tag des Fußgängers) einen Tag früher nach Oruro und haben nach der doch etwas unsicheren Busfahrt dann den Nachtzug in Richtung Uyuni genommen. Dort kamen wir gegen 02:30 Uhr an und hatten uns schon einen Transfer ins „traumhafte Salzhotel“ am Rande der Salzwüste organisiert. Nunja, so traumhaft war das Hotel leider nicht. Es war schön ausgestattet und warm, leider bekam man erst nach der dritten Anfrage nach Einer Tour in die Wüste und in die Umgebung eine vernbindliche Antwort. Und wie verbindlich diese war, stellte sich am Tag des Tourstarts heraus. Plötzlich sollte die nämlich fast die Hälfte mehr kosten. Als man uns dann auch noch den Defekt einer Heizdecke (Überhitzung) in die Schuhe schieben wollte, war es dann mit unserer Beeherrschung ganz vorbei und wir wollte eigentlich nur noch einen Transport in Richtung Flughafen, raus aus diesem Land.

Doch wie das Schicksal so spielt entpuppte sich unser Fahrer als geschulter Guide mit reichlich Erfahrung und fuhr spontan mit uns in die Salzwüste, zu allen bekannten Hotspots und zu kleinen Attraktionen abseits der ausgetrampelten Pfade. Dabei fischten wir selbst Salzkristalle, die auf dem Touristenmarkt verkauft werden, aus den schwefelhaltigen Wasserlöchern der Salar. Wir aßen gemeinsam in der mit Kakteen bewachsenen Isla Incahuasi zu Mittag und hatten einen wirklich schönen Tag in der Salar de Uyuni

Als unser Fahrer und Guide uns dann auch ein neues Hotel und eine weitere 2-tägige Tour mit seinem Geschäftspartner (zum halben Preis des Hotelvorschlags) organisierte, waren wir dann auch wieder rundum zurufrieden.

Am nächsten morgen ging es per Jeep dann los, erst in Richtung San Cristobal, vorbei am „Friedhof der Züge“ und an herrlicheen Felsformationen. Immer weiter Richtung Südwesten. Dabei erreichten wir Höhen von über 5000m und bekamen neben Lamas und Guanakos auch hunderte Flamingos, die in den hoch gelgenenen Lagunas leben, zu sehen. Unser letztes Ziel dieses Tages war die Laguna Colorada, die sich durch die verschiedenen gelösten Minerale rötlich gefärbt hat.

Die Nacht sollten wir eigentlich in einem beheizten Doppelzimmer mit eigenem Bad verbringen, ein wenig Luxus wollten wir uns nach so vielen Stunden Fahrt und bei eisiger Kälte halt schon gönnen. Doch daraus wurde leider auch nichts. In unserem Camp gab es aber Strom! Für wenige Stunden, wenn abends nach dem Essen mal der Generator eingeschaltet wurde.

Nach einer kurzen und verdammt kalten Nacht ging es am nächsten Morgen verschlafen und unterkühlt zur Laguna Verde, einem grünen See weit über 4000m Höhe: Danach besichtigten wir die schwefelhaltiges Wasser spuckenden Geysire und die heißen Quellen.

Nun ging es wieder auf den Rückweg in Richtung Uyuni, wobei wir wieder großartige Felsen, karge und dennoch überwältigend schöne Landschaften und viele Tiere zu Gesicht bekamen.

Den ungefähren Tourverlauf habe ich mal per Google Maps eingebettet:

Uyuni Tour auf einer größeren Karte anzeigen

Somit haben wir jetzt mehr als 5 Tage in und um Uyuni verbracht, es wird Zeit weiter zu ziehen. Weiter in Richtung Norden, zum Titicacasee, nach Peru und dann mal sehen…

P.S. Die Website mit Route, Bildern, Daten und Fakten usw. ist natürlich auch wieder auf dem neuesten Stand

Viele neue Bilder

Also trotz eher schlechtem Internet habe ich es geschafft fast 100 neue Bilder in die Galerie zu Bolivien hochzuladen. Jetzt fehlt natürlich noch ein Beitrag dazu, der das ganze ein wenig beschreibt und erläutert.
Nun bin ich mal ehrlich und sage, dass ich dazu gerade keine Zeit und keine Lust habe, aber so wie ich mich kenne, wird in den nächsten Tagen etwas dazu folgen 🙂 Es ist nämlich viel passiert!

Solange kann man sich erstmal in der Galerie zu Bolivien umschauen 🙂